Eine Million Pflanzen- und Tierarten stehen kurz vor der Ausrottung  und das hat alarmierende Auswirkungen auf das menschliche Überleben, so ein UN-Bericht, welcher im Mai veröffentlicht wurde.

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Worum geht es im UN-Bericht?

Der bahnbrechende Bericht der sieben leitenden Co-Autoren von verschiedenen Universitäten auf der ganzen Welt geht noch weiter als frühere Studien, denn er verknüpft den Artenverlust direkt mit menschlicher Aktivität. Er zeigt ebenfalls, wie die Verluste von Spezies mit menschlicher Aktivität in Verbindung stehen. Außerdem zeigt er, wie diese Verluste die Sicherheit unserer Gewässer und Nahrungsmittel gefährden, sowie die menschliche Gesundheit.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind mehr Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben bedroht, als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, schlussfolgert der Bericht. Der gegenwärtige Niedergang der Natur ist unerreicht und das steigende Tempo der Ausrottung bedeutet „schwerwiegende weltweite Auswirkungen auf die Menschheit sind nun wahrscheinlich“.

In einer vorbereiteten Stellungnahme sagte Robert Watson, der britische Chemiker, welcher als der Vorsitzende des Gremiums agierte, dass „der Rückgang in Biodiversität die Fundamente unserer Ökonomien, Existenzgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheit und Lebensqualität weltweit zerfrisst.“

„Mein größtes persönliches Anliegen ist der Zustand der Meere.“, erzählte Watson National Geographic. „Plastik, Totzonen, Überfischung, Übersäuerung wir bauen da ganz großen Mist in unseren Ozeanen.“

Fast 150 Autoren aus 50 Nationen arbeiteten über 3 Jahre hinweg, um den Bericht der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) zusammenzustellen – ein Gremium mit 132 Mitgliedsstaaten, die United Nations eingeschlossen. Repräsentanten aller acht Mitgliedsstaaten unterschrieben die Ergebnisse.

Die Autoren drängen die Weltregierungen dazu, den globalen Rückgang der Biodiversität zu adressieren und betonen, dass schnell gehandelt werden muss.

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Der Bericht hebt außerdem den Effekt hervor, den Menschen auf Tiere haben, welche eine Schlüsselrolle in ihrem Überleben spielen. Pestizide, welche von Bauern gesprüht werden, töten Bestäuber wie z. B. Bienen und andere Insekten, was aller Voraussicht nach verheerende Auswirkungen auf die globale Ernte haben wird. Hauseigentümer tragen zum Problem bei, indem sie Insektenvernichter kaufen, welche Mücken, Moskitos, etc. zum Ziel haben, aber auch wichtige Bestäuber wie Schmetterlinge und Motten töten, sowie häufige Fliegen, auf die einige Tiere als Nahrungsmittel angewiesen sind.

Der globale Handel hat invasive Spezies in andere Länder gebracht – mit zerstörenden Auswirkungen, wie z. B. ernte-vernichtende Baumwanzen und baum-tötende Eschenprachtkäfer in den USA. Reisende, welche Wälder in anderen Ländern besuchten, kehrten mit Mikroben heim, die für Tiere tödliche Krankheiten übertragen, wie z. B. den White-Nose-Pilz, welcher Millionen Fledermäuse tötete, deren Immunsysteme sich noch nicht entwickelt haben, um ihn zu bekämpfen.

Der Bericht hat aber auch eine positive Botschaft, denn ihm zufolge ist es „nicht zu spät, um einen Unterschied zu machen.“ Aber diese Veränderung erfordert, dass mehr als 100 Länder zusammenarbeiten, um Wandel herbeizurufen.

Die Nationen, die die Erkenntnisse der Studie unterschrieben, räumten ein, dass Widerstand von reichen Menschen zu erwarten sei, die in den Status Quo investiert sind.

Den Autoren des Berichts zufolge hat sich die Weltbevölkerung seit 1950 verdreifacht und städtischer Raum hat sich seit 1992 verdoppelt. 2060 soll die Bevölkerung 9 Milliarden erreicht haben.

Der resultierende Druck auf natürliche Ressourcen ist enorm. 75 % der Landmasse und ca. 50 % der Meeresumgebung soll von Menschen verändert worden sein.

Auf dem Festland werden „mehr als ein Drittel der Landoberfläche und 75 % der Frischwasser-Ressourcen genutzt, um Nutzpflanzen- und Tiere großzuziehen.“, so der Bericht. Bauernhöfe expandieren exponentiell, was zu einer Erntesteigerung von 300 % seit 1970 führte, gleichzeitig brauchen diese aber auch mehr Land, was vor allem auf Kosten unserer grünen Lungen geht, der Wälder.

Menschen extrahieren jedes Jahr 60 Milliarden Tonnen aus der Erde, um die weltweiten Anforderungen für Getreide, Fisch, Minerale und weitere Güter zu stillen, so die Autoren. Sie kamen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die Ernte nicht nachhaltig ist.

Dem U.N. Bericht folgte eine Studie im Januar, welche ein Insekten-Massaker voraussagte40 % (!) aller bekannter Insekten-Spezies sind vorm Aussterben bedroht, das schließt Käfer, Fliegen, Motten, Schmetterlinge und Bienen mit ein, ein Resultat von Lebensraum-Verlust und Pestiziden.

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Natur ist wichtiger als Dinge: Wir müssen unseren Fokus verschieben

Um einen gesunden Planeten zu sichern, muss die Gesellschaft vom alleinigen Fokus aufs Wirtschaftswachstum wegkommen, schlussfolgert der Bericht. Das wird nicht einfach sein, das sagt der Bericht ebenfalls. Aber es könnte einfacher werden, wenn die Länder damit anfangen ihre Wirtschaft auf dem Verständnis basieren, dass Natur das Fundament für Entwicklung ist. Ein Wechsel hin zu natur- basiertem Planen kann uns dabei helfen, eine bessere Lebensqualität mit viel weniger negativem Einfluss aus unseren Planeten zu ermöglichen.

Um dies in die Praxis zu übersetzen, sagt der Report, dass Länder hunderte von Milliarden Dollar reformieren müssen, die momentan in die Energie-, Fischerei-, Landwirtschafts- und Forstwirtschaftssektoren gehen. Anstatt zusätzliche Ausbeutung der weltweiten natürlichen Ressourcen voranzutreiben, sollten diese Gelder genutzt werden, um den Schutz und die Restauration der Natur anzukurbeln – z. B. indem neue Reservate oder Wiederaufforstungsprogramme ins Leben gerufen werden, so der Bericht.

„Wir müssen unsere Werte verändern: Natur, Ökosystem, soziale Gerechtigkeit, nicht das BIP steigern.“

Ein weiterer Fund des Berichts der IPBES war, dass die Natur, welche von indigenen Menschen und lokalen Kommunen verwaltet wird, üblicherweise in besserer Gesundheit ist, als jene Natur, welche von Nationen oder Konzernen verwaltet wird. Sagt Joji Cariño, eine leitende Politikberaterin beim Forest Peoples Programme, eine Menschenrechtsorganisation.

Mindestens ein Viertel der globalen Landfläche wird genutzt, besetzt oder gehört traditionell indigenen Völkern. Doch ihr Landbesitz und andere Rechte werden nicht von allen Ländern verteidigt, noch werden ihr tiefes Verständnis des Landes und ihre Werte in Gesetzen und Entscheidungen von Regierungen miteinbezogen. „Das muss sich ändern.“, so wurde es in der Gesamtbeurteilung vermerkt.

„Indigene Völker sind Schlüsselparter in der globalen Transformation, die gebraucht wird.“, sagt Cariño.

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Doch die Länder sind immer noch sehr langsam darin, dies zu sehen, fügt sie hinzu. Als Beispiel nimmt sie die Philippinen. Vor vierzig Jahren stoppten dort indigene Menschen den Bau von Dämmen am Chico Fluss, weil sie große Schäden am Land befürchteten. Doch diese Dämme werden jetzt von China unter ihrer Straßen-Infrastruktur-Initiative mit Billionen Budget gebaut.

China hat eine wichtige Rolle in globalen Diskussionen rund um Biodiversität, denn das Land wird Ende 2020 Gastgeber einer wichtigen U.N.-Konferenz namens „UN Convention on Biological Diversity“ sein. Wissenschaftler hoffen darauf, dass hier eine neue, ambitionierte internationale Vereinbarung unterzeichnet werden könnte, ähnlich der Pariser Verträge rund um den Klimaschutz.

Díaz, Co-Vorsitzender der Beurteilung, weiß noch nicht, wie mutig die globale Vereinbarung sein wird. „Wenn es einfach wäre, wäre es bereits passiert.“, sagte Díaz.

„Doch die Beweislage ist klar: Unsere Zukunft sieht dunkel aus, wenn wir jetzt nicht handeln. Es gibt keine Zukunft für uns ohne die Natur.“

Mit der inneren Natur in Einklang kommen, um die äußere Natur wieder in Einklang zu bringen

Veränderungen auf globaler-, nationaler- und Konzernebene ist gut und wichtig, doch die wohl wichtigste Transformation, die stattfinden muss, ist individuell. Wenn wir selbst wieder zu unserem natürlichen, ausgeglichenen und liebevollen Zustand zurückkehren, dann werden auch unsere Handlungen ganz natürlich und selbstverständlich im Einklang mit dem Wohle aller Lebewesen auf diesem Planeten sein. Dann muss Naturschutz nicht erzwungen werden, sondern er ist natürlich.

Mehr dazu im folgenden Video von HORIZONWORLD-Initiator Udo Grube:

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Link zum Bericht in der Originalfassung:

https://www.washingtonpost.com/context/ipbes-global-report-species-extinction-rate-is-accelerating/f724e478-da85-4e89-83f9-f663c496f08c/?utm_term=.1ad6accd84ec&tid=a_inl_manual&tidloc=6

Quellen:

https://www.washingtonpost.com/climate-environment/2019/05/06/one-million-species-face-extinction-un-panel-says-humans-will-suffer-result/?noredirect=on&utm_term=.90877589a42b

https://www.nationalgeographic.com/environment/2019/05/ipbes-un-biodiversity-report-warns-one-million-species-at-risk/

https://www.br.de/nachrichten/wissen/biodiversitaet-bericht-weltartenschutzrat-ipbes,RPgAGdm

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