Bis heute haben weltweit gerade mal 15 Länder das Recht auf Trinkwasser in der Verfassung verankert. Keines dieser Länder liegt in Europa. Doch ein Land sorgt klugerweise vor. Als erstes europäisches Land verleiht das EU-Mitglied Slowenien dem Recht auf Trinkwasser den Verfassungsrang. Trinkwasser darf weder als Ware gehandelt noch kommerziell privatisiert werden.

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Wasser, das blaue Öl des 21. Jahrhunderts

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Sam Bozzo
Der Krieg der Zukunft

Wasserprivatisierungen sind weltweit auf dem Vormarsch: In der Schweiz, in Griechenland, in Spanien und Portugal, in Frankreich, Deutschland und zig weiteren Ländern. Die EU mischt ganz vorne mit. Und dank dem Tisa-Abkommen drohen umfassendere Privatisierungen im Bereich der Grundversorgung.

Keine Frage; privatisiertes, kommerzialisiertes Trinkwasser verspricht lukrative Geschäfte in Milliardenhöhe. Wasser ist zweifellos das blaue Öl des 21. Jahrhunderts. Große Lebensmittelmultis beweisen Ausdauer und lassen nichts unversucht, um sich auf lokaler Ebene das Recht auf Trinkwasserbewirtschaftung anzueignen. Bietet sich Gelegenheit, greifen sie zu. Im äußersten Fall und je nach politischer Lage notfalls sogar mit Staatsgewalt.

Manch einer könnte nun einwenden, dass es hierzulande in absehbarer Zeit keine Trinkwasserprivatisierung geben wird. Stimmt. Kaum vorstellbar. Das hatten die Portugiesen, Spanier und Griechen bis vor kurzem auch nicht gedacht ...

Geheimoperation Wasser

Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will.

 

 
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Unter Druck der EU-Troika mussten bereits Spanien, Portugal und Griechenland ihre Wasserversorgungen privatisieren. Diese realen Beispiele, die zeigen, dass sich die Wasserpreise um bis zu +400% erhöht haben. In Frankreich nahm die Qualität der Trinkwasserversorgung nach der Privatisierung rapide ab.

In Portugal mussten Einwohner nach der Privatisierung 20 % ihres Einkommens für Wasser ausgeben. Stelle dir das mal bewusst vor, wenn du das nächste mal den Wasserhahn laufen lässt.

Wäre es da nicht vernünftiger, wie in Slowenien geschehen, präventiv vorzusorgen? Nur so, für den Fall der Fälle?

Wem gehört das Wasser?

Wasser ist die lebenswichtigste Ressource der Erde. Der Kampf um den Besitz der weltweiten Wasser-Reserven hat längst begonnen. Mehrere Weltkonzerne liefern sich ein Wettrennen um die besten Trinkwasserquellen — allen voran Coca Cola, Pepsi und Nestlé, der größte Lebensmittelhersteller des Planeten.

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht, erklären die Vereinten Nationen. Die Getränkehersteller halten es dagegen für „blaues Gold“, ein Produkt, das seinen Preis haben müsse. Nur, wer soll dafür wie viel bezahlen – und wer verdient daran?

Die Wassergiganten kaufen rund um den Globus die besten Quellen auf und machen schon heute damit Milliarden Gewinne.`

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Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/slowenien-smc-chef-miro-cerar-gewinnt-parlamentswahl-a-980844.html

http://derstandard.at/2000004117272/Slowenien-vor-neuer-Mitte-links-Regierung

http://www.tagesspiegel.de/politik/europoly-wasserprivatisierung-in-der-eu-in-portugal-sind-die-griechischen-aengste-vor-teurem-wasser-schon-realitaet/10963574-2.html

http://www.taz.de/!288932/

http://www.swr.de/odysso/wie-aus-wasser-geld-wird/-/id=1046894/did=15037312/nid=1046894/glelc3/

https://www.conviva-plus.ch/?page=2379

http://www.stern.de/wirtschaft/news/nestl%C3%A9–die-skandale-der-vergangenen-jahre-6475346.html

http://www.bottledlifefilm.com/index.php/id-10-wissenswerte-dinge.html

http://www.sueddeutsche.de/wissen/privatisierung-von-wasser-undurchsichtige-vertraege-hohe-preise-mangelnde-kontrolle-1.1669213

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