Musik ist eine ganz eigene Art der Kommunikation, eine Sprache, die frei von Wörtern ist und trotzdem klar verständlich alles ausdrücken kann, was einem auf dem Herzen liegt. Oftmals sogar deutlich mehr und viel einfacher, als wir es verbal übermitteln könnten. Sie löst Emotionen aus, weckt Erinnerungen, rüttelt uns auf, lässt uns von der Leine, inspiriert uns und verleiht uns neue Kraft. Ein simpler Takt bringt uns bereits zum Wippen, während Konzerte, Aufführungen oder Klangtherapien ganze Menschenmassen in Ekstase versetzen können. Wir alle kennen diese Momente, wenn Musik unseren Körper und Geist durchfliest. Die Dokumentation We Are Sound zeigt, wie stark die transformative Kraft der Musik ist und wie harmonische Klänge das Leben sogar verbessern können.

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Welchen Effekt hat Musik auf uns?

We are Sound – Die Bedeutung heilsamer Klänge We are Sound – Die Bedeutung heilsamer Klänge

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Im Prinzip ist alles klar, immerhin gibt es zahllose wissenschaftliche Studien darüber, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Jeder Mensch, besser gesagt, jedes Lebewesen verfügt über verschiedene Sinne, über die wir Reize aufnehmen. Grundsätzlich können wir sehen, schmecken, fühlen, riechen und hören, wenn wir nun einmal übersinnliche Wahrnehmungen oder den sechsten Sinn, die Propriozeption außer Acht lassen. Musik ist ein auditiver Reiz, das bedeutet, wir nehmen wir sie über unsere Ohren auf und verarbeiten die Klänge im selben Hirnareal, wo auch die Sprachverarbeitung stattfindet. So weit, so gut, jetzt kommt aber eine Frage, welche selbst die Wissenschaft vor ein Rätsel stellt: Warum lässt uns Musik fühlen, immerhin machen wir das über ein ganz anderes Sinnesorgan? Die Beeinflussung von Musik auf unseren Organismus geht deutlich weiter, als es die Synästhesie, die Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Modalitäten definiert.

Wahrscheinlich kennen wir alle diesen einen Gänsehautmoment, der durch das Hören oder Machen von Musik entsteht. Ein Lied, ein Text oder ein bestimmter Klang stellt uns die Haare auf. Dabei ist es sogar egal, ob das Gehörte vollkommen neu oder altbekannt ist und ob wir alleine, mit den besten Freunden oder mit Unbekannten auf einem Konzert sind. Wie die Musik in unser Gehirn gelangt, ist mittlerweile gut erforscht, allerdings ist noch nicht ganz klar, wie und warum Klänge unser Bewusstsein derartig intensiv beeinflussen? Die Art der Musik ist hinsichtlich dessen sogar relativ gleichgültig, zum Glück ist jeder Mensch einzigartig und hat daher individuelle Vorlieben. Die eine tanzt zu rhythmischer Musik ausgelassen Salsa, der andere lässt sich stundenlang von elektronischen Beats berieseln und manch einer flippt sogar zu Volksmusik völlig aus. Der Input mag variieren, der Verarbeitungsprozess sowie das Resultat sind gleich – wir vernehmen Musik, hören sie aber nicht nur, denn sie spricht unser Emotionszentrum im Gehirn an. Das führt dazu, dass wir Musik fühlen können. Warum ist das aber so und welche Möglichkeiten eröffnen sich dadurch?

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Musik macht glücklich und kann heilen

Das menschliche Gehirn ist überaus komplex, so liegt es auf der Hand, dass es weitaus mehr als nur einen Bereich gibt, der Musik aufnimmt, filtert und verarbeitet. Dass Musik im selben Hirnareal prozessiert wird, wo auch die Sprachverarbeitung stattfindet, ist daraufhin zurückzuführen, dass wir früher mehr mit Lauten als mit klar definierten Wörtern kommuniziert haben. Vokale und Konsonanten kamen erst im Laufe der Zeit. Wenn man sich unsere Entwicklung ansieht, war zuerst die Musik, dann die Kommunikation mit Lauten und erst darauf hin entstanden die verschiedenen Sprachen. Das ist eine Erklärung, warum wir Klänge so intensiv wahrnehmen. Ein Beweis für diese Annahme ist, dass wir bis heute einige „Urklänge“ nutzen. Ein „hey“ diente damals wie auch heute noch der Begrüßung als auch der Warnung, der Ausruf „aua“ lindert Schmerzen und vermittelt anderen, dass wir leiden. Interessant ist, dass diese Laute auf der ganzen Welt zu hören sind und verstanden werden. Demnach gibt es ein globales Verständnis dafür, was auch bei musikalischen Klängen der Fall ist.

Der Mensch steht seit Anbeginn der Zeit in enger Verbindung mit Geräuschen, Lauten, Klängen und eben auch Musik. Das älteste Musikinstrument, das bis heute gefunden wurde, ist eine 35.000 Jahre alte Flöte aus Vogelknochen. Damals brauchte es viel Zeit und Können, solch ein Instrument für scheinbar Jux und Tollerei herzustellen. Dennoch machten unsere Vorfahren bereits in der Steinzeit Musik mit unterschiedlichen Instrumenten, sie sangen, klopften, spielten und tanzten sich in Trance. Die selbsterzeugten Klänge beruhigten zum einen und zum anderen vereinten sie die Menschen von damals. Es war eine die einfachste und beste Methode, um sich abzulenken und Freude zu empfinden. Wenn man es so sehen möchte, therapierten sich unsere Vorfahren bereits selbst gegen den Stress, den der tägliche Überlebenskampf mit sich brachte.

Heute weiß man, dass durch Musizieren dieselben Effekte wie durch Drogen, Sex, Essen, Lachen und Sport ausgelöst werden, auch das Hören von Musik hat die gleiche Wirkung. Es kommt zum einen zur Ausschüttung von Endorphinen, Dopamin sowie Serotonin und zum anderen zu einer Abnahme von Cortisol, dem toxischen Stresshormon des Körpers. Anders gesagt, Musik macht uns glücklich, indem es unser Belohnungssystem auf ganz natürliche Art und Weise anregt. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen an Depressionen, Burn-out, Drogenabhängigkeiten, Isolation und vielen weiteren gesellschaftlichen Krankheiten leiden, kann Musik eine simple, schöne als auch effektive Heilung sein. Es scheint beinahe so, als hätte die moderne Welt unsere innere melodische Harmonie aus dem Takt gebracht, die wir durch musikalische Klangtherapien wieder ins Reine bringen können – Musik ist Medizin.

Stimmen wir unseren Körper und Geist wieder ein

Die moderne Forschung zeigt, dass Musik unser emotionales als auch unser körperliches Wohlbefinden positiv beeinflusst. Zahllose internationale Studien beweisen den therapeutischen Erfolg bei den unterschiedlichsten Erkrankungen, von Depressionen, Schlaflosigkeit, Schizophrenie bis hin zu Demenz, Parkinson und sogar Schlaganfällen. Dabei stellten Wissenschaftler fest, dass unser Körper während dem Hören von Musik die Anzahl von Antikörpern und Zellen steigert, die uns gegen Bakterien schützen.

Soweit zum modernen Forschungsansatz, der im 21ten Jahrhundert das bewiesen hat, was Urvölker seit Tausenden von Jahren wissen und praktizieren. Die Heilung mit Klängen ist in den verschiedensten Kulturen rund um den Globus heimisch. Die Dokumentation We Are Sound, die Du jetzt in voller Länge auf maona.tv – der TV-Sender mit Sinn! sehen kannst, stellt einige der ältesten Traditionen vor und erklärt deren Wirksamkeit mit wissenschaftlichen Methoden. Der inspirierende Film von Ludwig Valenta, in dem auch renommierte Biophysiker Dieter Broers zu Wort kommt, weist einen alternativen Weg zur inneren Gesundheit und zeigt, wie gut es sich anfühlen kann, wenn man sich selbst als auch der Welt bewusst zuhört.

Die Dokumentation ist ein filmisches als auch musikalisches Meisterwerk, hier geht es zum Profil des Regisseurs.

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Quellen:

https://www.zwp-online.info

https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/steinzeitmusik-aeltestes-instrument-der-welt-entdeckt/3206192.html?ticket=ST-20325515-ecrWGJ7P6t6DjwwtgdSg-ap5

https://www.simplyscience.ch/teens-liesnach-archiv/articles/welche-effekte-hat-musik-auf-unser-gehirn.html

https://www.planet-wissen.de/kultur/musik/macht_der_musik/index.html

https://www.scinexx.de/news/biowissen/wie-musik-unsere-wahrnehmung-veraendert/

https://ci-a.at/2019/12/02/wie-wir-musik-wahrnehmen/

https://www.br.de/wissen/musik-forschung-hirnforschung-100.html

https://taz.de/Musikprofessorin-ueber-Wahrnehmung/!5475070/

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