Da fließen viele Tränen... aber immer Tränen der Erleichterung und Erlösung, wenn sich Altes und Belastendes endlich befreit. So kann eine professionell durchgeführte Familienaufstellung tatsächlich wirken. Hier ist ein Beitrag –

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auch im Rahmen der Themenwoche „Zum Glück“ im ARD – von der Filmemacherin und Autorin Caterina Woj, die sich durchaus skeptisch aber auch neugierig auf das Phänomen einer Familienaufstellung eingelassen hat. Sogar so weit, dass sie sich auf ihre eigene Reise in ihre Vergangenheit gemacht hat, um in einer Aufstellung für sich Klarheit zu erhalten, denn alleine die Auseinandersetzung während des Drehs hat etwas in ihr ausgelöst, was über das reine rationale Denken hinausgeht.

Der Sender schreibt über diese beeindruckende Dokumentation: „Familienaufstellung erlebt einen Boom. Seitdem Depression und Burnout zu Volkskrankheiten geworden sind, geht auch der Durchschnittsbürger seine psychischen Probleme an: extremer Leistungsdruck oder Ehe-Krise, Stress und Konkurrenzkampf. Erreichbarkeit rund um die Uhr, immer allem gerecht werden – zu Hause und im Job. Eine ganze Gesellschaft scheint psychisch erschöpft. Rund 30 Prozent der Deutschen sagen, sie fühlen sich den täglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen.

Die Grundthese der Familienaufstellung ist, dass viele Probleme, mit denen wir heute als Erwachsene nicht klarkommen, gar nicht in der Gegenwart, sondern in der Familien-Geschichte jedes einzelnen vergraben liegen.

Ist Familienaufstellung also eine Lösung, seine scheinbaren „Alltagsprobleme“ in den Griff zu kriegen? Wie funktioniert es? Und mit welchen Erfolgen? Der Film geht diesen Fragen nach.

Die Autorin begleitet drei Teilnehmer durch den Prozess des Aufstellens mit imaginären Familienmitgliedern. Die Probleme scheinen zunächst banal: zu dünn sein oder zu dick, nicht erfolgreich im Beruf oder von der Umwelt nicht angenommen. „Kleine Sorgen“, deren schwerwiegende Ursachen im Laufe des Filmes deutlich werden. Die Kamera richtet sich intensiv auf die Protagonisten. Sie schaut nicht weg, wenn der Gang zurück in die Kindheit kaum auszuhalten ist, Verstörendes zum Vorschein bringt.

 

Hier geht es direkt zum Mediathekbeitrag.

Es sind unglaublich starke Bilder, die in der Tiefe wirken. Der Film geht einfühlsam, doch auch gleichzeitig direkt auf die emotionale Ebene ein. Dies ist aber keinesfalls entblößend – nein, es ist einfach das wahre, echte Bild, das sich während einer Aufstellung zeigen darf. Etwas scheinbar Unfassbares und Unbegreifliches, was endlich an die sichtbare Oberfläche kommt und so zu Wegen aus persönlichen Krisensituationen führen kann.

 

Die Wikipedia schreibt:
Familienaufstellung
bezeichnet ein Verfahren, bei dem stellvertretende Personen für Familienmitglieder eines Klienten stehen und konstellativ angeordnet (gestellt) werden, um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition gewisse Muster innerhalb jenes Familien-Systems erkennen zu können. Das Familienstellen gründet auf der Vermutung, dass innerlich-grundlegende Beziehungen auch innerlich räumlich abgespeichert wirken – je nach Ausprägung funktional bis dysfunktional.

 

Quellen:
www.swrfernsehen.de
www.wikipedia.de

 

Der Buchtipp der Redaktion:

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Sheldrake, Rupert
Verlag Nymphenburger

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