Seit Jahrtausenden versucht der Mensch seinen Eigenwert zu steigern, indem er sich mit wertvollen Dingen umgibt, sie sich umhängt, anzieht oder sie sonst wie in seinen Besitz bringt. Vor allem waren es der Erde abgerungene Schätze,

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edle Metalle und Steine, die ja bis heute materiellen Wert verkörpern. Gold z.B. feiert gerade wieder fröhliche, weil höchste Urständ.

Naturverbundene Urvölker wie die Indianer hatten und haben immer wieder gewarnt, sich der Reichtümer der Erde zu bemächtigen. Das bringe Unglück. Dass Gold und Geld zumindest kein Glück bringen, das wird mittlerweile auch von der Glücksforschung belegt. Rein statistisch sinkt ihr zu Folge die Lebenserwartung eines Menschen, wenn er über €50.000.- im Jahr verdient. Es scheint anstrengend zu sein viel Geld zu verdienen, es zusammen zu halten, zu vermehren und zu bewachen. Und es kommt Angst ins Leben. Da es ja kein herrenloses Geld gibt, muss, wer mehr will, es anderen wegnehmen. Das löst bei den Habenden Angst ums Erworbene und bei den Habenichtsen Begehrlichkeiten aus. Schlimm ist auch, dass Überfluss an Geld Illusionen zerstört. Wer sich alles leisten kann und dennoch nicht glücklich wird, verliert den Glauben, dass es so etwas wie Glück überhaupt gibt. In den USA gibt es bereits Selbsthilfegruppen für Milliardäre ...

Immer wieder zeigt sich, dass Menschen glauben glücklich zu werden, wenn sie alles bekommen, was sie wollen. Die spirituelle Philosophie geht vom Gegenteil aus. Glücklich wird demnach, wer alles will, was er bekommt. Das wiederum läuft auf die uralte Erkenntnis des Vaterunser hinaus: „Dein Wille geschehe“.

Die moderne Glücksforschung zeigt auf, dass die glücklichsten Menschen weder reich sind noch in reichen Ländern leben. Erstaunlich? Nicht, wenn man sich die Lebensweise der Reichen mal etwas genauer ansieht. Denn statt Materie zu besitzen, sind viele Reiche geradezu besessen von ihr. Besessenheit aber macht abhängig und Abhängigkeit macht unglücklich

Was aber macht das Leben nun wertvoll, wenn es die Materie allein zweifelsohne nicht kann?
Vielleicht ist es ja das Ideelle. Werte wie die Liebe, das Vertrauen zu anderen, zum Leben, zur Schöpfung? Nun, auch hier kann die Glücksforschung mit Ergebnissen aufwarten: Der Glaube an Gott und an sich selbst und vor allem der Lebenssinn spielen entscheidende Rollen in der Frage des empfundenen Lebensglücks. Das scheint existenziell zu sein, denn wer keinen Sinn im Leben findet, wer kein „Wozu“ hat, der kommt auch schneller ums Leben. Das hat wiederum die US-Armee herausgefunden. Auch Psychotherapieerfahrungen enthüllen Sinn als entscheidendes Kriterium für Lebensglück. Liebe kann dem Leben Sinn geben, die Sorge für Kinder, eine persönliche Lebensaufgabe oder der Glaube an Gott. Und so erschließt sich immer wieder: Jene Werte, die unser Leben wertvoll machen, sind uralt. Man könnte auch sagen „zeitlos“.

 

Quelle: Ruediger Dahlke

 

Noch mehr über Ruediger Dahlke hier.

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