Der Lebensraum vieler indigenen Kulturen in Venezuela ist bedroht: Ausgerechnet die so genannte „Eisenarmee“ aus China, die schon bei der Besetzung Tibets eingesetzt worden ist, plant nun eine weitere grausame

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Ausbeutung mit der Erforschung der Mineralienvorkommen im Amazonasgebiet.

Hintergrund ist, dass die venezolanische Regierung sämtliche Mineralienvorkommen wie Gold, Bauxit oder Diamanten erfassen möchte (muss). Schließlich lässt der Handel mit Öl mit den USA merklich nach und das Land sorgt sich aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses um seine wirtschaftliche Zukunft.

Doch der Widerstand unter den Indigenen wächst von Tag zu Tag. Sie haben zum einen  ganz genau ihre Lebensräume vermessen und auf Papier gebracht: all ihre Dörfer und Wälder, Jagdgebiete und Fischgründe. Doch darauf werden die Chinesen und die venezolanische Regierung sicher keine Rücksicht nehmen. Zu groß und vielversprechend ist die Aussicht auf ein gigantisches Geschäft mit den kostbaren Schätzen im Amazonasgebiet.

Zum anderen versammelt sie sich jeden Montag (!) in Puerto Ayacucho (im Südwesten Venezuelas) das Bündnis „Coaim“, das elf Organisationen in sich vereint, um alle Neuigkeiten und Nachrichten auszutauschen und Maßnahmen zu diskutieren und ggf. zu ergreifen. Sogar bis zur Hauptstadt sind sie gereist, um ihrem Anliegen stärkeren Nachdruck zu verleihen. Doch das für sie zuständige Ministerium zum Schutz der indigenen Völker hat ihnen kein Gehör gegeben und schlichtweg einen Termin verweigert. Zu wichtig und brisant ist wohl dieses Vorhaben. Doch es geht hier nicht nur um das Territorium und den (Über-)Lebensraum der Indigenen, das es zu schützen gilt. Es geht auch um die Einhaltung der Verfassung, die in einem Artikel klar beschreibt, dass der Abbau von Rohstoffen nur erlaubt ist, wenn die „kulturelle, soziale und ökonomische Integrität nicht geschädigt wird“ und vor allem „die Völker entsprechend angehört und informiert worden sind“. Der Staat scheint an dieser Stelle aber lieber zu schweigen!

Kaum vorstellbar, was die Chinesen mit ihren 352 Rohstoffsucher, 27 Erkundungscamps und sechs Hubschraubern anstellen werden! Dazu kommt, dass die Erfahrungen mit der Abhängigkeit vom Erdöl keine besonders guten waren – nun droht mit dem Raubbau der Mineralienvorkommen wieder die Zerstörung der Natur sowie der indigenen Kultur.

 

Quelle: www.spiegel.de

 

 

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