In dieser Jahreszeit sind die Gegensätze von „hell und dunkel“ besonders spürbar: Stress und Hektik sind an der Tagesordnung, doch gleichzeitig werden wir zur Besinnlichkeit und Ruhe aufgefordert und durch äußere „Reize“ angeregt!  Eine Art von „Heile-Welt-Charakter“ mit viel Glitzer

Weiterlesen
und manchmal auch Kitsch bahnt sich den Weg und wird möchte sich zeigen – wenn da nicht gleichermaßen  die alltägliche Realität von Armut, Not, Krieg und Krankheit seine Existenz(berechtigung) unter Beweis stellt. Nicht nur in fernen Ländern – nein, auch hier bei uns in der westlichen Wohlstandwelt, wenn auch subtiler.

 

Das Licht wird geboren, wenn die Dunkelheit am stärksten ist!

 

Unser Tag (in Assoziation zu hell) ist nur noch 8 Stunden 20 Minuten lang und so findet fast die Hälfte unserer Wachzeit von 16 Stunden im Dunkeln bei künstlichem Licht oder bei Kerzenschein statt! Der Hunger nach tröstender Schokolade, süßem Lebkuchen und seelen-wärmendem Essen (und Glühwein) steigt…

Doch was sagen dazu die Gestirne, die einst den Heiligen drei Königen den Weg zur Krippe wiesen?
Sie stehen „geordnet“ und fest am Firmament  – jeder Stern an seinem Platz und aus sich selbst heraus leuchtend. Wie die Sonne! Und diese macht sich in unseren Breitengraden ziemlich rar – die Zeichen stehen also nun eindeutig auf Rückzug und Stille. Eigentlich. Zur Wintersonnenwende am 21. Dezember erreicht sie – die Sonne – (besser die Erde mit ihrem Neigungswinkel) den Tiefpunkt und erinnert uns vehement daran, dass wir nun die einmalige Chance erhalten, mitzu“wandern“, um ganz im Vertrauen die Geburt des neuen Lichts zu erfahren.

Wir müssen auch (fast) gar nichts dazu tun, denn der Planet Erde macht es von alleine. Spannend ist ja in diesem Zusammenhang auch die Tatsache (ohne jetzt tiefer in die Physik einzutauchen), dass die Erde nicht aus sich selbst heraus strahlen kann – wir aber von den Sternen „bestrahlt“ werden! Vielleicht ist es ja als Erdenmensch unsere Aufgabe, aus uns selbst heraus unser Licht zu gebären und in die Welt zu tragen?

 

Alle Jahre wieder kommt die Sonne!

 

Die Wintersonnenwende ist damit auch ein Symbol für das Hoffen und Vertrauen. Wir müssen nur diesen Tiefpunkt aushalten – danach geht es wieder wie von Zauberhand aufwärts. Sicher! Wir selbst sind uns allerdings manchmal nicht so (selbst) sicher. Ja. Wir zweifeln oft genug, ob und wann es endlich  wieder besser wird.  Aber wenn wir die Tiefe aushalten und durchleben, dann erscheint die Aufwärtsbewegung umso schöner. Wir gestehen der Dunkelheit also ihren Platz zu. Die Wintersonnenwende lehrt uns, dass auch nach der schwersten Krise irgendwann der Wendepunkt kommt und das Neue geboren wird. Dafür kommt der kosmische Wendepunkt zart und langsam, fast im Verborgenen.

 

Im Innersten ruhend verharren

 

Die Zeit des Übergangs wird auch „Julzeit“ genannt – weil Jul (Das Rad als Symbol für Sonne) für die 12 Raunächte still hält. Die Sonne „bewegt“ sich für unsere Augen nur um „eine Minute“ am Tag.

Es ist eine gute Phase für Regeneration, auch für schöpferisches Sinnieren – wie ein meditatives Bewusst-Machen und Vergegenwärtigen kommender Aufgaben. In der Stille liegt kostbare Lebendigkeit!

In alten Zeiten wurden an Jul wurden alle Feuer gelöscht.  In einer aufwändigen Prozedur wurde ein Notfeuer entzündet, welches als heilig galt. Mit einem Holzblock aus Buche oder Wacholderholz wurde es dann wieder entzündet und angekohlt als „Julscheit“ mit nach Hause genommen.

Um in der „alten“ Zeit zu bleiben: Archetypisch herrschen hier die alten und wissenden und vor allem weisen Göttinnen, die zurückgezogen und nach innen gekehrt leben. Sie wie Gaia (nach der griech. Mythologie ist Gaia die Urmutter Erde, die aus sich selbst heraus entstand und sich mit dem Himmelssohn und dem Meeresgott verband) oder Hestia (die griechische Göttin, die die eigene Mitte verkörpert – auch die Mitte eines Heims als Herdfeuer oder einer Gemeinschaft). Doch es gibt traditionell in den verschiedenen Kulturen noch viele andere Licht- und Sonnen“götter“: Die schwedische Luiza, der römische Mithras, der Sonnengott RE in Ägypten – und Jesus.

Doch bei aller Verschiedenheit der Menschen und Völker, der Weihnachtsbräuche und Rituale bleibt eines gleich: Die leuchtenden Sterne am Himmel und die Bahn der Planeten.

Wir Erden-Menschen sind aufgefordert, uns selbst zu vertrauen, damit wir der Welt unser Licht zeigen können.

Im Dunkel der Wintersonnenwend-Nacht oder in den Nächten danach entzündest du d e i n inneres Feuer!

 

Wie hell es dann auf Erden sein könnte?

 

 

Wer gerne etwas über das Räuchern in den Raunächten erfahrnen möchte – hier  geht es zu heilsamen Traditon des Räucherns!

Teile den Bericht, wenn er Dir gefallen hat.

Auf Facebook teilen Twitter Jetzt abonnieren 
Das hilft diese Themen zu verbreiten. Vielleicht bist Du das  "Zünglein an der Waage"

Kommentare