Es geht ein gewaltiger Ruck durch die Gesellschaft, als ob sie nach einem langen Tiefschlaf endlich wachgerüttelt worden ist: Die Deutschen haben immer weniger Vertrauen in die Berichterstattung der Leitmedien. Nicht nur das klassische Bildungsbürgertum begehrt hierzulande auf und

Weiterlesen
sucht immer mehr nach anderen Quellen der „seriösen“ und „wahrhaftigen“ Nachrichteninformation. Das große Misstrauen in die politische Berichterstattung kommt nun flächendeckender ans Tageslicht. Die kritischen Stimmen werden nicht nur lauter, sondern auch häufiger.

In einer repräsentativen Umfrage des NDR-Magazins ZAPP sprechen die Umfrageergebnisse eine deutliche Sprache und spiegeln die Stimmung der Zeitungsleser und Fernsehzuschauer:

  • 29 % haben noch Vertrauen in die Leitmedien,
  • 54 % haben wenig Vertrauen und
  • 15 % haben gar kein Vertrauen mehr

.

In der Vertrauensfrage bei themenspezifischen Berichterstattungen sind die Werte sogar noch schlechter und besorgniserregend (Stichwort: Ukraine usw...).

70 Prozent der Medienkonsumenten auf der Suche nach der Wahrheit

Doch hinter der Kritik steckt noch viel mehr: Die Menschen suchen die „Wahrheit“ oder zumindest Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit. Sie erkennen, dass bewusst gestreute und gesteuerte Lügen und somit Manipulationen im Umlauf sind. Die Menschen suchen fast verzweifelt nun den „großen Meister“, der an den „Stellschrauben“ dreht... denn es ist mehr als offensichtlich, dass es diesen geben muss!

Kein Wunder also, dass nun eine gigantische Welle der Empörung durch Deutschland (und Europa!) geht.

Worin liegt die Gefahr?

Die Leser und Zuschauen erleben eine Dissonanz – das ist viel mehr als nur die innere Gewissheit, dass hier etwas faul ist. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass auf der Suche nach Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit die Anbieter der so genannten „Verschwörungstheoretiker“ massenhaft Zulauf bekommen. Das „Worldwideweb“ und die vielen (politisch motivierten) Blogger und Blogs haben hier nun ein leichtes Spiel.

Vorurteilsfreie Berichte

Der Alltag in einer Nachrichtenredaktion ist natürlich alles anderes als stressfrei. Es bleibt oft wenig Zeit, ausführliche Recherche zu betreiben und die Journalisten vertrauen fast blind den Agenturmeldungen. Auf der anderen Seite aber reagieren sie ziemlich zickig, wenn Leserbriefe mit Kritik und Empörung die Redaktionen erreichen.

Da scheint sich mehr als ein bloßer Konflikt den Weg zu bahnen. Geht es womöglich von einem Extrem in das Andere, ist das auch keine Lösung und dient erst recht nicht der Wahrheitsfindung.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass man zwar die Studie in Auftrag gibt, doch das Ergebnis nicht wirklich breit in die Öffentlichkeit streut. So wurde dieser TV- Bericht zu später Stunde gesendet  – wo fast niemand mehr vor dem Fernseher sitzt!

Hier der o.g. Beitrag des Fernsehsenders NDR:
Die ZAPP Studie – Das Vertrauen in Medien ist deutlich gesunken!

 

 

Was kannst du heute tun?

1. Unmut äußern
Teile den Presseorganen und Fernsehsendern mit, was du nicht in Ordnung findest. Übe konstruktive Kritik.

2. Alternativen suchen
Schaue dich nach anderen seriösen Informationsquellen um. Im Internet vor allem, aber auch im Printbereich. Schaffe so ein Meinungsbild, was breiter gefächert ist und mehr Aspekte aufzeigt.

3. Verstand einschalten
... und gleichzeitig die Intuition stärken... im Sinne von „Kann das denn überhaupt sein?“

4. Den Fernseher einfach mal abschalten!
Das hat auch noch andere Vorteile....

5.  Eine neue Stammtischkultur pflegen
Mit anderen Menschen darüber reden, die Menschen treffen (statt alleine Zuhause vor dem PC sitzen....)

 

==> Die Liste kann natürlich noch weiter ergänzt und verlängert werden...

==> Darum die Frage an dich: Wie gehst du mit der Medienberichterstattung um?

 

 

Quelle:
www.ndr.de
www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ZAPP-Studie-Vertrauen-in-Medien-ist-gesunken,zapp8306.html

Teile den Bericht, wenn er Dir gefallen hat.

Auf Facebook teilen Twitter Jetzt abonnieren 
Das hilft diese Themen zu verbreiten. Vielleicht bist Du das  "Zünglein an der Waage"

Kommentare